"Wenn überhaupt etwas von mir eurer Erinnerung wert ist, so ist es dieses Oratorium", schrieb der britische Komponist Edward Elgar, nachdem er "The Dream of Gerontius" fertig komponiert hatte. Tod, Erlösung und Auferstehung sind die zentralen Themen darin. Textgrundlage des Oratoriums ist das Gedicht The dream of Gerontius des Kardinals John Henry Newman. Im ersten Teil ging es um Gerontius an der Schwelle des Todes. Auf dem Sterbebett - umgeben von Freunden und Priestern - verabschiedet er sich von der irdischen Welt. Der zweite Teil begleitet Gerontius im Jenseits durch das Fegefeuer und bei seiner Begegnung mit Gott - dem Höhepunkt des gesamten Oratoriums. Das Gedicht, das John Henry Newman im Jahr 1865 verfasst hat, war damals in England sehr populär. Als Elgar den Auftrag bekam, für das Musikfest Birmingham ein großes Werk zu schreiben, kommt ihm dieses Gedicht als Libretto sofort in den Sinn und er beschließt, es zu vertonen. In zwei Teilen stellen wir dieses selten gespielte Werk in einer Aufnahme mit den Gabrieli Players und Paul McCreesh vor.